Wir sind voller Freude, Stolz und Dankbarkeit

von Sandra Kiss/ Willi Ehrmann

Wir freuen uns über dieses Zeichen der Anerkennung

Seit 2020 engagieren wir ehrenamtlichen Rikscha-Pilotinnen und - Piloten von „Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn“ uns und bieten kostenlose Rikschafahrten an, die Menschen mit Bewegungseinschränkungen oder anderen Behinderungen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben der Stadt eröffnen und ihren Bewegungsradius erweitern. „Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn“ ist Teil des bundesweiten Netzwerks „Radeln ohne Alter Deutschland“ und wird von lokalen Partnern unterstützt:
Die Tuwas Genossenschaft gibt uns den rechtlichen Rahmen und ermöglicht die volle Konzentration auf unser "Kernanliegen".
Die Heinz-Trox-Stiftung hat durch ihr finanzielles Engagement (7 der 12 von uns genutzten Rikschas wurden von ihr finanziert) unsere Arbeit in dem aktuellen Umfang erst möglich gemacht.
Die Sparkasse am Niederrhein hilft uns ebenso finanziell  z.B. durch die Finanzierung einer Garage und Ersatzakkus für die Rikschas,
die Altenheimat Vluyn stellt den Platz für die mittlerweile 4 Garagen in Vluyn zur Verfügung
und die Stadt Neukirchen-Vluyn, dort speziell die Amtsleiterinnen Ulrike Reichelt und Conny Hüsch waren "Geburtshelferinnen" unserer Initiative durch die Einbindung in das Projekt "Wohnen und Leben im Alter" und  - in Person von Conny Hüsch- als Verbindung zur Heinz-Trox-Stiftung.

Dazu kommen noch viele Gruppierungen wie die Kirchen mit einer lebendigen Ökumene, die Bruderschaft, die Feuerwehr, die Dorfmasche, der Sportverein, die Bürgerstiftung, die Heimat- und Verkehrsvereine..., mit denen uns ein Geben und Nehmen verbindet. Das heißt: wir haben uns gegenseitig "im Kopf", wissen, was wir aneinander haben und unterstützen uns gegenseitig, wo es angezeigt ist.
Nur durch dieses Netzwerk ist "Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn" möglich. Das ist uns sehr bewusst und dafür sind wir sehr dankbar!

Inzwischen sind in Neukirchen-Vluyn 54 Rikscha-Pilotinnen und - Piloten regelmäßig mit zwölf Rikschas unterwegs . 14 Einrichtungen der Seniorenbetreuung und der Eingliederungshilfe werden so von ebenso vielen Teams wöchentlich mit Fahrangeboten beglückt. Dazu kommen Fahrangebote für die privat wohnenden Bürger und Bürgerinnen mit Bewegungseinschränkungen. Letztere Gruppe macht etwa 25% der Fahrgäste aus.  Im vergangenen Jahr 1492 Personen gefahren.
Eine Rikschafahrt bedeutet weit mehr als eine Fahrt durch die Straßen – sie schafft Begegnungen mit anderen Menschen, mit vertrauten Orten, mit der Natur und bringt so Lebensfreude zurück.

„Mit Ihren kostenlosen Rikscha-Fahrten schenken Sie Menschen mit Bewegungseinschränkungen nicht nur Mobilität, sondern vor allem Zeit, Aufmerksamkeit und gemeinsame Erlebnisse. Sie helfen dabei, Isolation zu überwinden und eröffnen vielen Menschen die Möglichkeit, wieder am Leben in ihrer Gemeinde teilzuhaben.“ betonte Karl-Heinz Theußen in seinem Grußwort „Ihr Engagement geht dabei noch einen Schritt weiter: Sie beziehen Menschen mit Einschränkungen aktiv als Rikschapilotinnen und -piloten ein und leben damit Inklusion.“

Wilhelm Ehrmann, Gründer und einer der Koordinatoren der Initiative, bedankte sich im Namen aller Beteiligten für die Urkunde „Wir empfinden Freude, Stolz und vor allem Dankbarkeit. Diese Nominierung ist eine große Ehre für alle ehrenamtlichen Rikscha-Pilotinnen und - Piloten.  Besonders dankbar sind wir aber für das Vertrauen der Menschen, die wir fahren dürfen, und die oft Ihre berührenden Lebensgeschichten mit uns teilen. Dieses Ehrenamt ist damit auch für uns eine echte Bereicherung.“
Dankbar sind wir zudem für die Bereitschaft zum Ehrenamt in dieser Stadt. Mit einer ungefähren Quote von 1/500 (1 Pilot für 500 Bürger/-innen) sind wir bundesweit ganz vorn.

Ausblick: Online-Abstimmung und Preisverleihung

Als eines der zwölf nominierten Projekte erhält „Radeln ohne Alter Neukirchen-Vluyn“ ein Preisgeld von 1.000 Euro sowie die Möglichkeit, im Laufe des Jahres 2026 als „Engagement des Monats“ auf dem Portal www.engagiert-in-nrw.de vorgestellt zu werden. Die finalen Preisträger des Engagementpreises NRW 2026 werden Ende des Jahres durch eine Online-Abstimmung, einen Jurypreis sowie Sonderpreise der NRW-Stiftung und von Ministerpräsident Hendrik Wüst gekürt. Die Preisverleihung findet im Dezember 2026 statt.

 

Auf dem Foto (hinten von links): Karla Märtens, Ursel Zumach, Harald Fekl, Theo Jablonski, Willi Ehrmann
vorn sitzend von links: der Regionalbeauftragte Karl-Heinz Theußen, Bürgermeister Dirk Schauenberg.

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