Mit der Dorfmasche zum Stadtmuseum

von Jürgen Meier

Was als kleine Idee begann, wurde ein Mittag voller Begegnungen, Geschichte und echter Begeisterung.

Ein Gastgeber mit Leidenschaft: Harald

Unser langjähriger Rikscha-Pilot Harald führte die Gruppe durch das Museum – und das mit spürbarer Leidenschaft. Schon als Kind wollte er „Geschichte und Archäologie studieren“, wie er selbst erzählt. Auch wenn daraus kein Beruf wurde, ist die Begeisterung geblieben. Heute engagiert er sich als Beiratsmitglied im Museumsverein, als zertifizierter Limes Cicerone und als Autor für das „OMMA“-Projekt des Museums.

Seine Einladung an die Dorfmasche, das Museum einmal per Rikscha zu besuchen, war ein Volltreffer.

Anreise mit drei Rikschas – und viel guter Laune

Um 11 Uhr starteten sechs Damen in drei Rikschas, gelenkt von unseren Pilot:innen Elke, Jöppe und Helmut. Einige Teilnehmerinnen liefen die rund fünf Kilometer zu Fuß, andere kamen später mit dem Auto dazu. Insgesamt durfte Harald 19 Gäste begrüßen. Die Sonne zeigte sich gnädig, sodass nur wenige der angemeldeten Damen zuhause blieben. Die Stimmung war von Anfang an fröhlich und erwartungsvoll.

Eine Führung, die begeistert

Im Museum erwartete die Gruppe eine einstündige, humorvolle Führung durch die Dauerausstellung. Harald gab Einblicke in:

- Stadtgeschichte – mit dem großen Multimedia Touch Tisch und historischen Exponaten

Warenwelt – vom Kolonialwarenladen Göschel bis zur Kaffeerösterei Jans

Textilgeschichte – von Flachs und Leinen bis zur Industrialisierung

Schulgeschichte – inklusive Sütterlin Schreibübungen

Technikgeschichte – Mühlen, Transmission und Dampfmaschine

Soziales Engagement – Andreas Bräm und der Erziehungsverein

Nationalsozialismus in Neukirchen Vluyn – mit eindrucksvollen Dokumenten, Fotos und Hörstatione           

Besonders eindrücklich war die Reaktion vieler Besucherinnen:

„Ich wusste gar nicht, dass dieses kleine Museum so viel zu bieten hat.“

Eis statt Schnittchen – eine Entscheidung, die gut ankam

In Anbetracht der Hitze der letzten Tage hatte Martha von der Dorfmasche entschieden, die geplanten Schnittchen und Kaffee zuhause zu lassen und stattdessen die Gruppe in die nahegelegene Eisdiele einzuladen. Die glücklichen Gesichter sprachen für sich.

Ein Nachmittag, der verbindet

Gegen 15:30 Uhr endete die Tour wieder am Projektzimmer in Neukirchen. Zurück blieb das Gefühl, gemeinsam etwas Besonderes erlebt zu haben – und die Hoffnung, dass aus dieser Begegnung noch mehr entstehen kann. Viele Damen versprachen, erneut mit der Familie ins Museum zu kommen, da in der Stunde viele Themen nur kurz angerissen werden konnten. Und auch wir von Radeln ohne Alter haben uns über das große Lob gefreut:

„Vorhandene Berührungsängste konnten überwunden werden.“

Genau dafür fahren wir: um Menschen zu verbinden, Erlebnisse zu ermöglichen und Lebensfreude zu schenken.

Ausblick

Die ersten Ideen für weitere gemeinsame Aktionen sind bereits im Gespräch. Wir freuen uns darauf – und auf viele weitere Fahrten, die zeigen, dass das Gute oft ganz nah liegt.

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